Was GUSTAV auf die Beine stellte, bevor das Virus ihm dazwischenfunkte.

Unterwegs im Volkspark Dutzendteich

Am Dokumentationszentrum

Raderkundung
 Am 11.10.20 hatte ich die Freude und Ehre Mitgliedern von GUSTAV und einigen Gästen „mein“ Dutzendteichgelände zu zeigen. Das Areal „begleitet“ mich Südstädterin mein ganzes Leben, doch in diesem Corona-Jahr entwickelten wir uns zu engen Freunden.  Das Dutzendteichgelände bietet viel mehr als „nur“ das Reichsparteitagsgelände, daher konnte ich bei unserer Radführung die eine oder andere verborgene Ecke zeigen und Geschichten zur Geschichte erzählen, die ich mir unter anderem im Lockdown angeeignet hatte.  Dennoch stand – schon wegen der aktuellen Diskussionen um die zukünftige Gestaltung und Nutzung - das weitläufige Reichsparteitagsgelände im Mittelpunkt. Ich habe mich sehr gefreut, dass fast alle 12 Mitradler gut 2 ½ Stunden zu insgesamt 10 Stationen geradelt sind und es mir gelungen ist - so waren jedenfalls die Rückmeldungen - interessante Informationen zur Geschichte des Geländes und zu den gegenwärtigen Planungen zur zukünftigen Nutzung zusammen zu stellen.

Mir ist es ein Anliegen, den Wert des Geländes mit seinen vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für die Bewohner der (Süd)Stadt herauszuarbeiten. Und ganz ohne Zweifel ist der zukünftige Umgang mit den baulichen Relikten auf dem Reichsparteitagsgelände, mit Zeppelinfeld Zeppelintribüne , aber auch mit der Kongresshalle eine permanente Herausforderung und imagebildend für die Stadt, ob es einem gefällt oder nicht. Ich darf die Literaturwissenschaftlerin Rachel Salamander aus einem Interview in den Nürnberger Nachrichten (6.10.2020) zitieren: „Das ganze Gelände ist eine reine Provokation“  Und an anderer Stelle: „Nürnberg bleibt die Stadt der immanenten Widersprüche, die Stadt der alten Reichsherrlichkeit und der Parteitage, die Stadt des Verdrängens und des Lernens... und der Aufarbeitung der Vergangenheit.“ 

Besser kann man die Bedeutung und die Chancen des Geländes kaum beschreiben, meine ich.
12.10.2020
Ingrid Bierer

Vor der Zeppelintribüne

Ein Bleistift geht spazieren

Ein Bleistift geht spazieren

Am 2.10. trafen sich zwölf Kinder zwischen 7 und 11 Jahren vor „Kriemhildes Backwut“ in der Wodanstraße 70 zu einem „Spaziergang mit dem Bleistift“. 
Sehr schnell gelang es der Künstlerin, Nina Bergler (www.nina-bergler.de), den Kindern die Scheu vor Papier und Bleistift zu nehmen. Durch die Künstlerlupe nahmen die Kinder plötzlich Teile der Umgebung wahr, die ihnen zuvor nie aufgefallen wären, wählten diese aus, experimentierten mit verschiedenen Stiften und brachten ihre durch die Lupe ausgewählten „Stadtteilteile“ dann zu Papier. Schnell bildete sich eine nette Gruppe, die sich über Umgang mit Stift und Farbe miteinander austauschte und immer mehr Freude am Zeichnen und Zutrauen ins eigene Gestalten gewann. 

Die Südstadt durchs Künstlerauge betrachtet

Am Ende der Stadtteilerkundung stand nach vielen Begegnungen mit Erkern, Sandstein, verschnörkelten Türen und Pflanzen auch noch die Begegnung mit der großen Eiche auf dem Platz der Opfer des Faschismus an. Ein schönes Skizzenbuch war entstanden, das jedes der Kinder mit nach Hause nehmen durfte. Besonders gelungene Zeichnungen werden im Rahmen einer Ausstellung ab 23. November 2020 in „Kriemhildes Backwut“ der Öffentlichkeit präsentiert. Wir danken der Künstlerin Nina Bergler für diese eindrucksvolle, äußerst kreative Stadtteilbegegnung. 

A. Aichinger 
GUSTAV e.V. 

ZUR ONLINE-Ausstellung


Picknick mal anders

Am 12.09.2020 meldete sich GUSTAV mit einer  Auftaktveranstaltung zurück. Das musikalische Picknick wurde von vier Saxophonisten „The FrancoSaxes“  hervorragend begleitet.  Für die nächsten Monate bis zum Jahreswechsel hatte GUSTAV ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Leider machte uns das Virus einen Strich durch die Rechnung.




Seniorentreff Bleiweiß zu Besuch

Einen Sonntagnachmittag blieb GUSTAV etwas länger geöffnet, denn Interessenten aus dem Stadtteil und vom Seniorentreff Bleiweiß kamen zu Besuch. Bei Kaffee und leckeren Kuchen von Hildes Backwut gaben uns die Besucher Gelegenheit, unser Anliegen und unsere Ziele vorzustellen. Dabei ergaben sich erfreuliche Gespräche. Manche Besucher zeigten dabei nicht nur freundliches Interesse sondern äußerten auch den Wunsch sich bei GUSTAV zu engagieren. 



Durchblick im toten Winkel

Unter diesem Motto las der Nürnberger Autor Jürgen Walter bei GUSTAV. Walter schreibt über seine Texte: „Die Abgründe der Politik sind ebenso wie die Eitelkeiten und Irrungen der Medien Gegenstand von Analyse, Kritik und Satire.“ Einmal wöchentlich kommentiert er aktuelle Ereignisse und „würdigt“ Personen, die eine öffentliche Rolle spielen oder zu spielen meinen (www.walter-view.de). 

Die Fingerstyle-Gitarristen Uli Skell und Thomas Laudenberg sorgten für den künstlerischen Rahmen. 

IMG-20200216-WA0000
IMG-20200216-WA0010
IMG-20200216-WA0013
IMG-20200216-WA0002
IMG-20200216-WA0012
IMG-20200216-WA0017
IMG-20200216-WA0007


Mit den Goldsingers auf Magical Mystery Tour von den Beatles bis Kate Bush

Am  ersten Sonntag im Februar durften GUSTAVS Gäste ein feines Konzert mit den "Goldsinger"  genießen.  Das Nürnberger Vokalensemble verzauberte das Publikum mit anspruchsvollen mehrstimmigen Arrangements englischer Popmusik von den Beatles über Musik aus James Bond Filmen bis Kate Bush. 


 

Literaturtipps für lange Winterabende 

Am Samstag, den 7.Dezember stellten die Experten Conny Schmidt und Steffen Beutel (www.buchbeutel.de) eine Auswahl von aktuellen Büchern zum Verschenken an Weihnachten und zum Selberlesen vor.


Buchauswahl:

K.Menschik: Die Puppe im Grase (Norwegische Märchen), Galiani Verlag
Dag Solstad: T.Singer, Dörlemann
Matthias Brandt: Blackbird, Kiepenheuer & Witsch
Jackie Thomae: Brüder, Hanser Verlag
Ursula März: Tante Martl, Piper
Frank Rudkoffsky: Fake, Voland & Quist
Sasa Stanisic: Herkunft, Luchterhand
Max Annas: Morduntersuchungskommission, Rowohlt
June Harper: Zu Staub, Rowohlt
Jana Revedin: Jeder nennt mich Frau Bauhaus, DuMont
Didier Decoin: Das Ministerium der Gärten und Teiche, Klett-Cotta
Maylis de Kerangal: Eine Welt in den Händen, Suhrkamp

 



Lektüretipps aus fernen Ländern und Zeiten

Steffen Beutel stellte in GUSTAV Lektüretipps für den Sommer vor

Steffen Beutel, Buchhändler am Kopernikusplatz in der Südstadt (www.buchbeutel.de), stellte am Samstagabend, 13. Juli rund 20 Gustav-Mitgliedern und Gästen Bücher für die anstehenden Sommerferien vor. Bei Wein und Häppchen lauschte die Runde ihm, wie er neue und alte Bücher aus ganz unterschiedlichen Ländern und Genres empfahl. Dabei legte er den Zuhörern die verschiedenen Bücher nicht nur ans Herz, sondern gab sie auch in die Hand: So gingen bibliophile Bände der Illustratorin Kat Menschik – vor allem das fröhliche Kochbuch „Essen essen“ - ebenso durch die Reihen wie „Die Entstehung der Arten“ nach Charles Darwin, ein Naturkundebuch für die ganze Familie. Ein philosophisch-wissenschaftlicher Roman auf den Spuren von Roland Barthes ist die „Die siebte Sprachfunktion“ des französischen Autors Laurent Binet, der laut Steffen Beutel ebenso lehrreich wie unterhaltsam ist. Wessen Herz eher für Liebesgeschichten schlägt, kann zu dem zeitlosen Werk „Unsere Seelen bei Nacht“ von Kent Haruf greifen. Als überaus lustig erwies sich die Bergsteiger-Satire „Die Besteigung des Rum Doodle“ des Briten William Ernest Bowman: Die Vorleser, die Passagen vortrugen, mussten vor Lachen pausieren.

Wer die Sommerlektüre dazu nutzen möchte, um ein Abenteuer in Indonesien zu erleben und nebenbei viel über Tonic Water zu erfahren, sollte den Roman „Wallace“ des jungen deutschen Autors Anselm Oelze lesen. Wer hingegen sehr viel Zeit hat und sich für Science Fiction interessiert, für den führt kein Weg am chinesischen Autor Cinxin Liu vorbei, dessen Trilogie „Die drei Sonnen“ für Furore sorgte, die ebenso lesenswert ist wie die Kurzgeschichten im Band „Die wandernde Erde“.

Der Abend mit den besonderen, kuriosen und vielseitigen Buchempfehlungen von Steffen Beutel für den Urlaub hat allen Gästen so viel Vergnügen bereitet, dass zum Abschluss die Frage nach einer Fortsetzung aufkam: Seien Sie dabei, wenn Steffen Beutel Ende 2019 Tipps für Winterlektüre und Weihnachtsgeschenke gibt!
  

Einige Passagen aus den vorgestellten Büchern wurden von GUSTAV-Mitarbeitern vorgetragen

Lektüretipps von Steffen Beutel für den Sommer:



Carolin Regler



 Sommer-Weinprobe bei GUSTAV: Genuss in Bio-Qualität

Bei warmen Temperaturen fand am 1. Juni 2019 in den Räumen der KriemHilde und auf dem Vorplatz zur Wodanstraße unter blühenden Linden eine Weinprobe für sommerliche Tropfen statt. Zu Gast war Susanne Schultze, Inhaberin und Geschäftsführerin der Vinothek im Eichenweg aus Schwarzenbruck, die bereits seit 1994 auf zertifizierte Öko-Weine setzt und diese im Nürnberger Raum vertreibt, mittlerweile auch über einen Online-Shop.
Rund 30 Teilnehmer und Teilnehmerinnen genossen einen Prosecco, zwei Weißweine, einen Rosé und zwei Rotweine, allesamt in Bio-Qualität (Liste der verkosteten Weine als PDF). Als Biowein-Fachfrau berichtete Susanne Schultze allerlei Wissenswertes über die Weine, Anbaumethoden und das Thema Nachhaltigkeit, das ihr sehr am Herzen liegt.

Das Angebot mundete sehr, deshalb wird es auf Wunsch der Weinliebhaber bei GUSTAV eine Wiederholung mit Weinen für die Herbst- und Winterzeit geben wird.

Mehr Informationen zur Vinothek: www.oekoweine-online.de/ 
Carolin Regler

Weitere Rückblicke  


GUSTAV in der Südstadt
   Kommunikation, Kultur und Soziales   
Email
Info